Belgrad – Eine (unterschätzte) Stadt im Osten Europas. 10ter Mai bis 10ter Juli 2018

Juli 20, 2018 0 Von Justus Zeemann

Warum Belgrad?

Während ich die Nomad Cruise Nummer 6 von Málaga, Spanien bis Athen, Griechenland genoss, traf ich viele nette Leute. Zwei davon waren Tijana und Dejan, beide Langzeitreisende aus Serbien. Nach unserem ersten Gespräch über ihr Heimatland auf der Fähre nach Santorini, teilte ich mir später mit Dejan ein Zimmer auf Santorini und er erzählte mir mehr über „dieses Serbien“, von dem ich nichts wusste.

Da er Serbien vor 7 oder 8 Jahren verlassen hat, waren seine Informationen nicht auf dem neuesten Stand, und ich habe selbst über das WWW geforscht.

Ich war überzeugt!

Der erste Ort, an dem ich nicht wieder alle paar Tage/Wochen umziehen würde, war also eine Stadt, die nicht als Hotspot für digitale Nomaden bekannt ist. Ich habe diese Entscheidung nicht bereut!

Die folgenden Informationen sind nicht so detailliert wie ein Reiseführer, aber ich denke, dass du alle nötigen Informationen für eine eigene Entscheidung erhältst. Wenn du weitere Informationen benötigst, zögere bitte nicht, mich danach zu fragen. Auf Anfrage stelle ich auch gerne Kontakt zu den Menschen her, mit denen ich hier viel Zeit verbracht habe.

Geld:
Die Landeswährung ist „Dinar“. Ich trage nicht gerne viel Geld mit mir herum, hatte ein paar Probleme mit der Unterkunft (und deshalb öfter gewechselt) und wollte ein Gefühl für die Währung und ihre Stabilität bekommen. Daher habe ich insg. 17 mal Euro in Dinar umgetauscht. Die durchschnittliche Rate war 116,5 Dinar für 1 Euro. Während am Flughafen und in den ersten paar Tagen 113 bis 115 drin warn, wurden es später eher 117,4 – 117,8. Meine Erfahrung ist, dass sich abseits der Touristenstraßen bessere Raten finden lassen.
Insgesamt habe ich in 2 Monaten rund 2.150 Euro ausgegeben. Inklusive ~ 180 Euro für Schuhe, Kleidung, Reparaturen, ein Stativ, mobiles Internet/Prepaid, kleine Geschenke und 3 Besuche beim Friseur. Ebenfalls enthalten war die Miete… mehr dazu beim Punkt „Unterkunft“.
Achtung: Die meisten Serben benutzen kein Paypal. Die Miete wird an den meisten Orten in Euro bezahlt, sie wollen eben nicht 100.000 Dinar in bar bekommen ^^.
Geldautomaten (ATM) gibt es überall. Ich habe versucht einen für Euros zu finden, und hatte kein Glück. Also musste ich Dinars via ATM von meinem Euro-Bankkonto abheben, diese in Euro an einer Wechselstube umtauschen, um die Miete dann in Euro bar zu bezahlen. Wertverlust vom Feinsten.
Anscheinend gibt es auch keine Möglichkeit, die Miete an die Vermieter zu überweisen, weil sie auf diese Weise kein Geld von Ausländern erhalten dürfen. Ich habe diesbezüglich nicht sehr tief nachgeforscht, vielleicht stimmt es auch nicht, aber die Bezahlung in bar war einfacher und schneller.

Mobile Datenverbindung:
Ich wählte den Anbieter VIP.
1.000 din, ergeben 30 Tage, 10GB oder
300 din ergeben 7 Tage und 3 GB.
Es gibt eine normale SIM-Karte und eine serbische Nummer, zusätzlich kann Geld für Anrufe und SMS hinzugefügt werden.
4G war in Belgrad kein Problem. Auf dem Land war es meistens auch stabil und schnell genug.

Essen:
Eines der wichtigsten Themen, hmmm? Gut, weil es sau lecker ist!
In den zwei Monaten meines Aufenthaltes habe ich das Haus vielleicht vier Tage nicht verlassen um auswärts zu essen. Ich habe zweimal gekocht und sonst eben die vier Tage nur Brot gegessen.
Zwei Gründe:
Gute Qualität und niedrige Preise!

Überall in der Stadt finden Sie dauerhafte Märkte bei denen man frische Lebensmittel jeglicher Art bekommt! Läden wie Maxi und Shop & Go sind rund um die Uhr geöffnet (von 00:00 bis 00: 15 machen die Angestellten eine Rauchpause und das Kassensystem wird neu gestartet). Zusätzlich gibt es tagsüber Lebensmittelgeschäfte wie Aroma und Idea und Bäckereien aller Art, sowie Eis von morgens bis abends.

Es gibt ein paar Restaurants, die ich mehr als einmal besucht habe und empfehlen möchte:

Walter (in Dorcol. Cevap, Pelice (Hühnchen), Salat, Bier. Immer gute Qualität und freundliches Personal).

Shawarma Harma (in Dorcol, sie haben mehr als 1 Restaurant, aber ich habe nur dieses 3 mal besucht. Pelice mit und ohne Falafel. Immer gutes Essen und freundliches Personal).

Dolce Principessa (Prinzessin. Auch in Dorcol. Mein Lieblingsplatz für Eis, Desserts, Zucker. Und super freundliches Personal).

Passengers Bar (Gezapftes, naturtrübes Staropramen. Noch Fragen?). Abgesehen davon, viele andere tolle Getränke und das Essen war auch eine schöne Überraschung. Personal ist auch freundlich gewesen).

WOK REPUBLIK (Ich hatte Grüne Nudeln aus zwei verschiedenen Geschäften und war sehr zufrieden. Die Portionen waren sehr groß… Freundliches, flirtendes Personal;)).

Bucko (Pizza mit interessanten Cremes bestrichen. Muss man probieren! Ich hatte Hühnchen).

Burrito Madre (Ich vermisse „Chipotle“ aus den Staaten und fand nun in Serbien den nächsten Burrito zum Vermissen… Tolles Essen, freundliches Personal).

Burger House (Ich probierte zwei Geschäfte mehrfach und jedes Mal hatte ich einen super Burger. Freundliches Personal inklusive).

Kafeterija Magazin 1907 (ein 4-stöckiges Kaffeehaus mit eigenem Barbier/Friseur im Keller. Ich habe dort ein paar Blogartikel geschrieben. Da ich keinen Kaffee trinke hatte ich andere leckere Getränke. Das Personal war auch freundlich).

Zapata Ciudad (mexikanisches Restaurant im Zentrum. Gutes Essen, freundliches Personal. Zwei mal zufrieden gewesen. Leckere Rippchen vom Schwein!).

Jazz Basta (gemütliches Gartenrestaurant in der Nähe der Hauptbrücke. Freundliches Personal, gutes Essen und Musik. Ich war dort tagsüber, geht abends bestimmt auch gut).

Rice Kings (interessante Desserts aus (Milch-) Reis. Super freundliches Personal).

TRI Restaurant (etwas teurer aber super leckeres Essen und eine nette Atmosphäre. Freundliches Personal).

BRE Restaurant (Ein schönes und gemütliches Ambiente. Ich hatte einen guten Kuchen und leckere Limo. Freundliches Personal).

Radost Fina Kuhinjica (Vegetarisch/Veganes Restaurant mit einem schönen Garten, in einem normalen Gebäude in der Nähe eines Ortes namens Shisha Hill versteckt. Gutes Essen, aber teurer als andere. Super freundliches Personal und einzigartige Atmosphäre + Katzenbabys – die möglicherweise erwachsen sind, wenn du da bist… außer natürlich, sie finden neue).

Red Bread (In Dorcol. Schöner Ort für Frühstück, Mittagessen, Abendessen (je nachdem wann du aufstehst) und beste Fruchtsäfte in der Stadt! Super freundliches Personal + netter Besitzer. Mehr als faire Preise für das, was du bekommst).

Desweiteren gab es öfter ein 130 Dinar Pizzastück von Caribic Pizza sowie Backwaren der Bäckereikette Hleb & Kife.

Für die Fleischesser habe ich noch einen besonderen Tipp. Wenn du kein Fleisch isst, springe einfach direkt zur Unterkunft.

Am Ende der Skadarska Straße befindet sich ein Markt an welchem auch eine Schlachterei angesiedelt ist. Nach dem Besitzer „Skocic“ benannt, gibt es neben dem Fleischverkauf auch einen Holzkohlegrill. Somit kann das Fleisch frisch vom Metzger auf den Grill und dann in deine Hand gelangen. Es gibt hier keine Stühle oder Tische, das Personal ist „metzgermäßig“, aber mit Charme und einem Lächeln.
Vor dem Gebäude warten zwei Reihen Taxis auf ihre Kunden. „Warten auf Kunden“ ist aber eher weniger Skocics Geschäft, denn es gibt scheinbar immer Kundschaft in dem kleinen Laden.
Was auch immer du dir vom Grill bestellst gibt dir die Möglichkeit das tägliche Treiben zu beobachten. Entweder wartest du im Laden oder davor auf einer öffentlichen Bank (ggf. mit anderen Kunden oder den Taxifahrern. Natürlich kann man in der Zwischenzeit auch kurz auf den Markt…)

Und was wird bestellt?
Pljeskavica. (Wenn du Serbisch sprichst).
Ansonsten frage nach einem Burger oder bitte einen Serben dein Englisch/Deutsch zu übersetzen. Die normale Größe beträgt etwa 230g. Nach Wunsch kommt es mit Brot, Salat, Zwiebeln, Ketchup und zum Mitnehmen oder sofortigen Genuss. Einmal hatte ich die ganze 230g Packung mit Salat und Zwiebeln und war 12h später immer noch voll. Bei weiteren Besuchen habe ich dann nach 150g gefragt und hatte auch keine Probleme es zu bekommen. Perfekt!

Unterkunft:
Die Suche nach einer Unterkunft machte Anfangs ein paar Probleme. Dejan und ich haben versucht bereits von Santorini aus ein Apartment von örtlichen Vermietern zu bekommen. Die Kontaktaufnahme mit 3-5 verschiedenen Vermietern war aber nicht hilfreich, da diese ungern für nur 1 bis 2 Monate vermieten.

Zur Sicherheit hatte ich meine erste Nacht somit in einem Hostel gebucht. Von dort fand ich eine AirBnB Unterkunft, bei der ich für 4 oder 5 Nächte blieb. Die Location am botanischen Garten war okay, aber zu weit, um von dort jeden Tag in der Stadt zu laufen. Verglichen mit den Preisen „näher dran“ stand es dann für mich auch in keinem Verhältnis mehr.

Dort lebend fing ich an, Makler anzuschreiben. Eine Antwort für Neu Belgrad musste ich leider ablehnen. Das Apartment war zu groß und 1.300 Euro/Monat auch völlig unrealistisch (vielleicht wollten sie auch keine Kurzzeitmieter…). Ein weiteres Apartment war in der Nähe des Zentrums.
Zusätzlich habe ich viele AirBnB-Anbieter nach Langzeitmieten gefragt und schließlich zwei gefunden, die zu meinen Daten passten.

Nachdem ich alle drei besichtigt hatte, wählte ich das des Maklers in der Nähe des Zentrums. Leider war es auf der Skadarska Street, 5. Stock, Schlafzimmer und Wohnzimmer/Arbeitszimmer zur Straße. Schlafen war eher schwer, da dort bis morgen um 2:00, 3:00, 4:00 Uhr (je nach Wochentag) Programm ist, die Taxis hupen und die Vibrationen der Busse dröhnen. Also entschied ich mich wieder zu wechseln und glücklicherweise war einige Tage später noch eine der bereits angesehenen Wohnungen verfügbar.

Diese war ruhig, hatte nur ein Zimmer und dadurch auch weniger Kosten. Die Lage gefiel mir dann schließlich auch besser.
Aber ich musste eben extra das Maklerapartment bezahlen. Deshalb sind meine Kosten höher als sie ohne dieses Problem gewesen wären. Du solltest 20 €/Nacht für eine gute Lage in einem normalen, modernen Zimmer mit Küche und Waschmaschine einplanen. Zum besseren Verständnis hier noch meine Bedürfnisse:
– Ein ruhiger Ort, da ich Audioaufnahmen mache.
– Ein Schreibtisch und Stuhl, um in der Wohnung zu arbeiten.
– Eine Waschmaschine.
– Eine ausgestatte Küche, um mindestens ein gutes Frühstück zu machen – und wenn nötig zu kochen.
– Ein Bett von mindestens 100 x 200 cm oder besser 140+ x 200 cm.

Hostel, mein erstes AirBnB und das Makler Apartment hatten gutes Internet (20.000 – 90.000 kb/s). Das finale AirBnB hatte erst 9.000 und nachdem ich den Vermieter gefragt hatte, konnte er seinen Vertrag auf 60.000 kb/s ändern. Das war also in Ordnung.

Hier Bilder der schönen Wohnung, in der ich 1,5 Monate gewohnt habe. Ebenfalls inklusive ist die „Aussicht“ von der Terrasse. (Das Bett verschwand in den Schrank, also gab es genug Platz zum Trainieren und es fühlte sich geräumiger an als es hier aussieht). Und natürlich gibt es eine gut funktionierende Klimaanlage.

Transport und Nahverkehr:
Nach der Ankunft solltest du am Flughafen einen Bus zum Zentrum nehmen. Es ist einfach, sicher, billig und schnell. Die Nummer 72 (~ 45 Minuten, 150 Dinar) oder die A1 (schneller, 300 Dinar) bringen dich an wichtigsten Knotenpunkte. Ich benutzte die 72 und tauschte vorher nur 5 Euro am Flughafen (weil die Rate dort so niedrig ist).
In der Stadt kannst du am Kiosk (für 250 Dinar) eine Busfahrkarte kaufen und darauf einzelne Routen buchen (90 Minuten, kostet jeweils 90 Dinar). Beim Busfahrer kostet es ansonsten 150 Dinar.

Für mich war es kein Problem das gesamte Zentrum zu Fuß abzudecken.
Um auf die andere Seite des Flusses zu kommen, wo mein Wing Chun Kung Fu Training 3 Mal pro Woche stattfand, nahm ich aber meistens die Nummer 16 (laufen dauerte 1 Stunde und ich wollte diese Zeit nicht so oft investieren).

Insgesamt wurde mein Busticket einmal kontrolliert. Ich erfuhr auch, dass die meisten Leute überhaupt nicht bezahlen, und als Ausländer sollte ich einfach nichts sagen und den Bus verlassen, wenn ich kontrolliert werde. Das ist nicht so mein Stil, also habe ich diese Lösung nicht überprüft. Die Busse und Straßenbahnen funktionieren super und ich empfehle die App „Moovit“, die dir hilft, mir den öffentlichen Verkehrsmitteln zu navigieren.

Für einen Trip aufs Land habe ich bei Hertz ein Auto gemietet. Das Fahrzeug war gut, der Service nicht. Nächstes Mal würde ich eher Sixt wählen ; )
Die Autobahnen sind in gutem Zustand, Landstraßen machten auch keine Probleme. Google Maps schickte uns aber schon über den ein oder anderen Feldweg… also vielleicht doch besser einen 4×4 (Allrad) mieten…

Ich habe keinen Zug benutzt aber gehört, dass die Schienen in schlechtem Zustand sind und daher nur ein langsames Vorankommen möglich ist ; )

Der Friseur:
Sicher, es gibt den typischen serbischen Haarschnitt, den man für 300-400 Dinar bekommen kann. Oder du gehst zu einem Hipsterschuppen mit Tonnen an Marketing und zahlst zwischen 1.600-2.000 für einen grundlegenden Haarschnitt.

Ich entschied mich für den goldenen Mittelweg und besuchte „Hairlovers“. Wie sich herausstellte eine großartige Idee, dann somit habe ich den Friseur Dusan Vuckovac kennen gelernt.

Der Schnitt kostet auch 1.500 Dinar, aber mit ein paar Überraschungen, die ich vorher nicht kannte: Drei Leute umsorgten mich, die Haare wurden zweimal gewaschen, die Haut wurde einmal massiert, der Haarschnitt dauerte 25-45 Minuten, das Gespräch war super – und wenn ich in den nächsten drei Wochen zurück bin, kostet der nächste Schnitt nur 1.000 Dinar. Für meinen Aufenthalt war dies eine perfekte Lösung!

Bei meinem zweiten Besuch wartete wieder eine Überraschung. Ein Special für Locken – ich habe zwar keine, aber diese Überraschung konnte ich trotzdem voll genießen! Stell dir einfach einen Salon voller schöner Mädchen und Frauen mit Locken, frozen Margaritas und guter Musik vor…
Ich habe die großartige Musik bei Hairlovers schon erwähnt, oder? ; )

Sicherheit, Armut, medizinische Versorgung:
Ich fühlte mich kein einziges Mal unsicher (und ich lief Tag und Nacht viel herum). Niemand hat versucht mich zu bestehlen. Ich habe keine Brutalität gesehen und in zwei Monaten habe ich nur zwei Autounfälle erlebt. Davon einer in Belgrad und einer auf dem Land. Beide ohne Personenschaden und mit minimalen Kratzern.

Soweit mir gesagt wurde, gibt es nicht genug Krankenwagen, um die Stadt ab zu decken. Wenn du also nicht jung bist und/oder stirbst, solltest du besser selber zum Krankenhaus fahren/gehen. Außerhalb von Belgrad ist es wohl noch schlimmer. Ich habe aber keine persönlichen Erfahrungen damit gemacht.
Übliche Medikamente finden Sie überall in der Stadt, denn es gibt viele gut ausgestattete Apotheken. Auch wenn der medizinische Transport nicht so gut wie in westlichen Ländern ist, sind die Menschen sehr hilfsbereit wenn es drauf ankommt. Fällt zum Beispiel jemand (älteres), helfen sie schnell und geben acht. Diese Hilfsbereitschaft trifft auch in anderen Bereichen zu. So versuchten eines Tages ein paar Roma-Kinder die Sparbüchse aus einer Eisdiele zu stehlen – sie schafften es nicht einmal die Straße runter und wurden nach 20 Metern von eigentlich unbeteiligten Menschen aufgehalten.

Wie du liest, war ich mit meinem Aufenthalt in der serbischen Hauptstadt sehr zufrieden und würde es jedem empfehlen. Flüge sind günstig zu haben und es ist auch ein gutes Ziel für ein Wochenende oder eine ganze Woche. Wenn du irgendwelche Informationen über touristische Sehenswürdigkeiten brauchst, empfehle ich dir einen der 1.000 Reiseführer und das Buch „Snippets of Serbia“ von Emma Fick sowie die Doku „The weight of Chains“ von Boris Malagurski (gibt es auch auf YouTube).

Danke fürs Lesen!