Eine Reise nach Mythodea – Das Conquest LARP in Brokeloh

August 17, 2018 0 Von Justus Zeemann

Warum das Conquest of Mythodea?

Als ich vor einigen Jahren das erste Mal ein LARP – Live Action Role Play – besuchte, war es eine kleine Veranstaltung mit rund 50 Teilnehmern. Mit der Zeit fanden sich auch größere LARPs, aber es blieb immer klein und privat organisiert. Vom Conquest wagte man nur zu träumen oder es passte zeitlich nicht.
2016 sind wir schließlich spontan zum 8.000 Gast starken Conquest Schauplatz gefahren, denn dort gibt es einen Markt, den auch „Nicht-Spieler“ besuchen dürfen. Er ist Teil des Fantastica-Festivals, welches immer parallel zum Conquest stattfindet. Da wir erst abends vor Ort waren hat sich ein Besuch des Spielgeländes zeitlich und finanziell nicht mehr gelohnt. Es bliebt also nur ein oberflächlicher Eindruck von einem Aussichtsturm.
Ein freundlicher Barde erklärte sich später bereit uns einen kleinen Einblick in die unglaubliche Welt zu verschaffen. Natürlich waren seine Erzählungen nicht genug, um ~13 Jahre Geschichte zu umspannen. Aber meine Neugierde wuchs dadurch noch stärker.

Dieses Jahr besuchte ich Deutschland für eine mittelalterliche Hochzeit und war schon Wochen vorher im „Fieber“.
„Wenn ich schon mal in Dt. bin, könnt ich doch gleich noch ein LARP besuchen, oder?“
Die Vorfreude auf Spiel, Wein, Weib und Gesang war stark in mir.
Gedacht, getan.
So machte ich mich auf die Suche nach einer sympathischen Truppe, der ich mich anschließen konnte. Nach ein paar Nachrichten und dem Austausch über Foren und soziale Medien kristallisierte sich eine freundliche Gemeinschaft heraus. Mehr dazu findest du bei „Unterkunft“.

Statement nach der ersten Nacht!

Mobile Datenverbindung:

Wie ist denn das Internet auf dem Conquest?
Überflüssig.
Vorher einen Post auf allen wichtigen Kanälen absetzen und einfach mal richtig offline gehen. Wenn man es hier nicht schafft, sollte man sich ernsthaft Gedanken machen…
(Ansonsten hatte ich während der Anreise mit Vodafone keine Probleme).

Essen:

Wie bereits beim Geld erwähnt habe ich meine Lebensmittelaufnahme aus der „Stadt“, dem sogenannten „Tross“, erfüllt.
Es gibt dort eigentlich alles, was man sich vorstellen kann. Brote mit und ohne Füllung, Brötchen, Kartoffelgerichte, Fleisch- & Wurstwaren aller Art, Burger, Eis, Kuchen und andere Süßspeisen.
Bei den Getränken geht es über verschiedene Säfte, Weine und Biere bis zu einer Vielzahl von Schnäpsen.

Die Alternative ist die Verköstigung im eigenen Lager. Da ich mich aber keiner großen Konstellation angeschlossen habe, war dies für mich hinfällig. Die Herren von Elesgard zum Beispiel, eine mit ~60 Menschen vertretene Truppe, brachte sogar einen eigenen Koch samt Küche mit. Eines Nachts kam ich in den Genuss einer Roulade sowie eines Kloses samt Soße und Rotkohl. Auch mit der Hand direkt auf dem Topf gefischt ein Wahnsinn! Lecker! Danke!
Definitiv eine Alternative zum Tross, allerdings funktioniert das nur, wenn man mit einer Truppe unterwegs ist.

Orks - Kannst du nicht essen, aber essen dich! (Vielleicht).

Geld:

Was kostet der Spaß?
Man muss sich entscheiden, ob man einen Spieler-Charakter (SC) oder einen sogenannten Nicht-Spieler-Charakter (NSC) spielen möchte. Je nachdem sind die Tickets unterschiedlich teuer. Ich glaube, es geht bei 50 Euro los und endet bei 160 Euro.
Zusätzlich sind die Preise zeitlich unterschiedlich gestaffelt. Ich habe gut 3 Wochen vor der Veranstaltung ein nicht benötigtes Ticket aus der ersten Staffel erstehen können und somit nur 110 Euro bezahlt. Sonst wären es wohl 160 Euro gewesen.

Der nächste Punkt ist die Anreise, denn je eher man eintrifft, desto teurer wird es. Für meine Ankunft am Dienstag zahlte ich 25 Euro extra. Da die volle Infrastruktur seitens des Veranstalters schon bereitgestellt war, finde ich den Preis gerechtfertigt.

Dann braucht der Mensch natürlich Verpflegung.
Ich hatte 18 x 1,5 Liter Wasserflaschen mit und in den 6 Tagen auch 15 aufgebraucht. Zusätzlich steht an vielen Zapfstellen kostenloses Trinkwasser zur Verfügung, welches ich ebenfalls ausreichend nutzte, denn wir hatten fast jeden Tag 35-40°C und es war „furztrocken“.
Ein großes Bier in einer Taverne kostet ähnlich wie ein kleiner Wein zwischen 3 und 4 Euro.

Bei der Nahrung kam mir das Wetter sogar zugute. Ich hatte danke der Wärme kaum Hunger.
Durch meinen Charakter bedingt war ich eigentlich permanent auf Achse und habe mich somit von vornherein an keinem Lagerumschlag beteiligt. Das Wetter sorgte dafür, dass ich beim Essen zwei bis drei Mal am Tag in der Stadt „zuschlug“, kleine Portionen reichten für mich völlig aus.
Morgens gab es immer einen super leckeren (und großen) Müsli-Becher inklusive Joghurt, Kompott und Blaubeeren. Dieser kostete beim Trossstand des örtlichen Blaubeerhofes 4,50 Euro. Die Verkaufsmädels waren spitze und verbreiteten schon morgens beste Laune.
Einen Besuch wert! Danke!
(Der Tross ist die neutrale Zeltstadt auf dem Conquest of Mythodea. Gefüllt mit Ständen aller Art befriedigt sie jedes Shopping-Bedürfnis).

Über den Tag verteilt gingen dann noch 4-12 Euro für andere Speisen drauf. Man kann also ein Mittel von 15 Euro am Tag rechnen. Insgesamt ist für die Verköstigung – inkl. Bierausgabe an div. Andere Spieler – ein Betrag von rund 80 Euro zusammengekommen.

Ich bin bereits mit ausreichend mittelalterlichen Kleidung ausgerüstet. Solltest du aber nichts besitzen und trotzdem „mitmischen“ wollen, kommst du für unter 100 Euro an ein gutes und einfaches Outfit.
Wenn du kämpfen oder ein Nicht-Spieler-Charakter spielen möchtest, bietet dir die Conquest Orga in Zusammenarbeit mit dem Larp-Shop auch besondere Angebote für Rüstungskits an. In diesem Fall musst du selber recherchieren.

Es gibt auch eine Ingame-Währung, die „hier und da“ verwendet wird. Sie war für mich nicht zwingend notwendig, aber ein paar Kupfer davon in der Tasche zu haben schadet absolut nicht.

Ich habe insgesamt ausgeben:
Ticket: 110 Euro
Vor Ort verzehrte Lebensmittel zzgl. vorherigem Einkauf (Äpfel, Wasser, Bananen): ~100 Euro
Frühanreise: 25 Euro
Lagerbeitrag: 6 Euro
+ Klamotten, Sprit, Zeltentschädigung, Anreise.
Ich denke also, dass Dienstag bis Sonntag max. 300 Euro verschlungen haben.

Ein Häufchen Mythodea Münzen

Ein Häufchen Mythodea Münzen

Unterkunft:

In der Regel kann man davon ausgehen, dass man zeltet.
Wenn man ein SC ist, dann muss dieses Zelt auch „authentisch“ sein – spricht optisch mittelalterlich daherkommen. Dazu gibt es genug Beispiele und Infos im Netz.
Die NSCs dürfen auch mit normalen Zelten anreisen, da sie nicht auf dem Gelände der SCs campen. Ich bin in der glücklichen Lage mir ein entsprechendes Mittelalterzelt bei einem Freund leihen zu können (danke an dieser Stelle).

Die Spielerschaft des Conquest ist in verschiedene Areale, sogenannte Banner, unterteilt. Neben dem bereits erwähnten Tross sind das:
Die Einheit, die Entdecker, die Freien und das Banner der Eisernen.
Im Letzteren fand ich meinen Anschluss. Bei über 8.000 Spielern sind aber auch diese Banner wieder unterteilt. Somit war ich im Ostreich, welches sich wiederrum in kleinere Gruppierungen unterteilt (wie zum Beispiel die erwähnten Elesgarder). Bei den einzelnen Gruppen habe ich aber auch noch keinen Durchblick : D
Da auch nicht immer alle Spieler jeder Gruppe anwesend sind, waren wir im Grunde zu dritt und teilten uns mein Zelt. Für mich völlig in Ordnung, denn alleine ist man dementsprechend ganz sicher nicht. Bereits der erste Kontakt beim Aufbau am Dienstag sowie vorher im Online-Forum des Ostreiches machten das Kennenlernen sehr einfach (bin ja nicht schüchtern).

Generell hält das Ostreich gut zusammen und somit gab es immer einen Platz zum Sitzen und jemanden zum Anspielen. Die Gestaltung des Camps und der Aufbau ist auch sehr offen, sodass sich zwar einzelne Bereiche für die Gruppen ergeben, es aber trotzdem einen großen, gemeinsamen Versammlungsplatz gibt. Die hierfür aufgespannten Sonnensegel, die Bänke und Stühle, Tische und Strohballen, Tischdecken und Lampen werden von irgendwem und dem Conquest-Team organisiert. Ich zahlte einen Lagerbeitrag von 6 Euro und dachte nicht weiter drüber nach. Sehr angenehm!
Natürlich fasst man beim Auf- und Abbau ordentlich mit an und hilft wo man kann. Es ist eine Gemeinschaft und diese sollte man auch leben (wollen).
Einen herzlichen Dank an die Verrückten, die diese Planung übernehmen und alles mitbringen!

Teil der Zeltstadt auf Mythodea

Transport und Nahverkehr:

Das Spielgebiet des Conquest ist gigantisch. Die einzelnen Banner erstrecken sich über viele Wiesen und Wälder und somit gibt es auch viel zu entdecken.
Zu Fuß!
Wer extrem fußfaul ist, sollte sich wohl lieber in einem Camp unterbringen, dass dieses problemlos ermöglicht und auch einen entsprechenden Charakter spielen.
Bei mir war es allerdings komplett anders. Als Praktikant eines Konsuls war Bewegung mein zweiter Vornahme – und das spürte ich auch besonders dank der Temperaturen. Für mich trotzdem die beste Rolle. Ich bekam viele Einblicke in die einzelnen Banner und Lager und erhielt massig Informationen sowie Hintergrundwissen zur Geschichte des Spiels.
Von Fahrrädern, Rollern etc. ist bitte abzusehen…

Sicherheit und medizinische Versorgung:

Neben den Ordnern und der Security des Conquest waren auch die Johanniter sowie die Feuerwehr vor Ort. Letzteres war super, denn Brandstufe 5 erlaubte Feuer und Zigaretten nur an speziellen Stellen, welches wohl auch von allen respektiert und beachtet wurde. Zusätzlich fuhr die Feuerwehr mit „Wasserwerfern“ durch die Hauptstraßen der Banner und bat den Menschen eine Erfrischung. Auch wenn ein Feuerwehrauto überhaupt nicht in das Setting passt, denke ich, dass es absolut die richtige Entscheidung war und alle Spaß damit hatten! 40° sind 40°…
Die Johanniter haben ebenfalls einen guten Job gemacht und einem stets ein gutes Gefühl vermittelt. Auf den Schlachtfeldern waren sie im Notfall mit RTWs, Notarztwagen und Quads schnell zur Stelle.
Mir selber ist nicht passiert und ich brauchte keine Hilfe, daher kann ich dazu nicht mehr berichten.

Diebstahl war dieses Jahr leider ein Thema, besonders wohl im Banner der Eisernen. In der Nacht auf  Freitag oder Samstag wurden einige Zelte durchsucht und Wertgegenstände entwendet. Das Conquest-Team verbreitete dies durch eine sogenannte „OT-Blase“ (OT = Off-Time. Also Zeit, in der man nicht seine Rolle spielt), in welcher die Spieler ausreichend informiert wurden und dann Ihre Wertsachen kontrollierten. Betroffen waren wohl hauptsächlich äußere und Eck-Zelte. Die betroffenen Eigentümer übergaben die Fälle an die Polizei.
Wir hatten „Glück“ und bei uns wurde nichts entwendet. (Generell Wertgegenstände am Mann/Frau oder versteckt unterzubringen ist nicht verkehrt. Für mich als Reisenden aber wohl eher normal als für andere Menschen…).

Schlachtfeld - Bild der letzten Schlacht am Samstag

Abschließende Gedanken

Wie war es denn nun und kann ich es empfehlen?

Größter Negativpunkt für mich: Zu kurz! Es ist einfach zu kurz.

Kommen wir nun also zu den positiven Aspekten:
Ich habe wieder sehr liebe und offene Menschen getroffen. Bereits im Vorfeld kontaktierte ich einige Gruppierungen, und auch wenn diese mich als „Fremden“ ohne vorheriges Treffen nicht in ihren Reihen wollten (verständlich), entstand so irgendwie der Kontakt zum Ostreich. Dort wurde ich dann an ungefährlicher Stelle platziert und habe den direkten Kontakt zu meinem „Hauptspielpartner“ Benjamin erhalten. Nach einem Skypecall war klar, das wird was werden.
Solltest du dich also für das Conquest interessieren, aber alleine sein, bleib dran, es findet sich etwas!

Angekommen und mit dem Aufbau beschäftigt ergab sich direkt eine gewisse Dynamik, alle waren schließlich in Aufbruchstimmung. Diese ebbte am Mittwoch etwas ab, vermutlich wegen des Wetters. Es ist also eine Überlegung wert nächstes Mal erst am Mittwoch anzureisen – oder es eben vorher zu wissen und sich etwas für den Tag vorzunehmen. Wenn man in einem Camp voll involviert ist, sieht das vielleicht auch anders aus und es gibt mehr zu tun.
Es war wirklich sehr warm, sodass die Mittagsstunden immer ruhig ausfielen.
Als sich dann nach und nach alle in ihre „In-Time“ (IT) Klamotten schmissen kam langsam wieder Stimmung auf und das Spiel konnte beginnen.
Und wie es das tat.
Spieleinstieg war ein gigantischer Knall, gleich einem Erdbeben, mit dem sich die Weltenschmiede verabschiedete und die gegnerischen Horden in das Land einfielen… ah, gut, hier stoppe ich mal die IT-Träumerei. Mehr dazu in einem späteren IT-Bericht.
In den folgenden Tagen habe ich viele schöne IT- wie auch OT Erlebnisse gehabt.

Neben dem Lösen von Plots und dem Verteilen von Informationen gab es Liebeleien, Schlachten, Trinkfeste und sogar eine Beförderung.

Romantisch: Nach dem Soldatenabend im Tross von einer Dame in eine Weinstube entführt worden und anschließend bis morgens früh mit einer mobilen Taverne singend durch die Lager gezogen.

Emotional: Während des Feldzuges verstarb der Marschall. Auch wenn ich kein Soldat war ging es mir emotional sehr nah. Das lag wohl auch an den vielen anderen Spielern die um ihn trauerten, weinten und ratlos dastanden. Es war wunderbar und sehr ergreifend.
Wie viel dieser Emotionen nur gespielt, also IT, und wie vielen es auch wirklich OT zusetzte, lässt sich für mich nicht sagen.

Episch: In der Endschlacht sah ich den Golem des schwarzen Eises (NSC) erneut und erinnerte mich daran, dass er den Tag zuvor von einem großen Hammer besiegt wurde. Ich suchte also den größten Hammer auf dem Schlachtfeld, überzeugte seinen Heerführer ihm die Erlaubnis zum Bekämpfen des Golems zu geben und gemeinsam stürmten wir zu ihm. Dort angelangt war bereits die Feuerwehr des Trosses (ebenfalls eine Gruppe von Spielern) dabei den Golem zu bekämpfen. Gemeinsam errungen wir den Sieg. Doppelt schön, weil ich eine der Feuerwehrspielerinnen aus Braunschweig und dem echten Leben kannte : D

Lehrreich: Am letzten Abend erhielten wir Gäste an der Hoheitstafel. Einer davon war ein Händler und im Gespräch mit ihm waren wir IT in der Lage sehr viele Weisheiten aus unseren OT Leben zu vermitteln. Es war quasi greifbar wie der andere Wuchs und sich das IT Wissen zu einem OT Wissensschatz addierte. Traumhaft so etwas ausspielen zu können.

Überraschend: Die Truppe mit der ich eigentlich dort war, wurde mangels Spielern kaum ausgespielt. Das lag daran, dass eine der Spielerinnen eine Spielleitungsposition (SL) übernahm. Am letzten Abend waren aber auch diese in der Lage in ihre Charaktere zu schlüpfen und an der Tafel platz zu nehmen. „Meine“ Kommandantin überraschte mich dann mit einem wahnsinnig guten Spiel, das mir im wahrsten Sinne die Worte nahm. Auf eine „einfache“ Frage von mir wurde ein sehr schöner Monolog ausgespielt. Schade, dass da nicht mehr zu holen war. Aber nun gut, die Besten werden irgendwann alle zur SL ; )

Größte Dankbarkeit: Während der gesamten Veranstaltung konnte ich durch mein natürliches Wesen und meine Art Menschen mit meinen Handlungen begeistern. Viele dieser Menschen und Beobachter waren glücklicherweise auch in der Lage diese Begeisterung auszudrücken und so hatte ich eine super Zeit auf dem Conquest. Auch wenn es nicht so wirkte, jeder Dank und jedes Kompliment hat nun eine Synapse in meinem Hirn ; )

Lustig: „Willkommen im wunderschönen Osten, wo die Sonne immer scheint“.
Ja, es muss auch Insider geben : P

Also, ja, ich möchte das Conquest of Mythodea jedem empfehlen, der sich vorstellen kann die beschriebenen Erfahrungen zu durchleben. Mehr Infos gibt es dann im IT-Bericht von Hubertus Fragteria, dem Sohn eines großen Händlers, welcher mehr über Informationsaustausch und Personalführung erfahren sollte und deshalb mit dem Feldzug reiste.

Danke fürs Lesen!

Die Fotografen der Bilder konnte ich leider teilweise nicht ausfindig machen. Ich freue mich über Hinweise und Informationen dazu!

Geld: Bernd Richter
Zelte: Live Adventure